In unserer dritten Folge beschäftigen wir uns mit Intergeschlechtlichkeit. Dazu haben wir ausführlich mit Joris Gregor gesprochen. Joris forscht, lehrt und arbeitet seit 2012 am Institut für Soziologie an der Uni Jena zu Geschlechtertheorien und Queer Theory mit dem Schwerpunkt auf Inter* Studien. Zu Inter* forscht er seit dem Studium in Göttingen. Joris versteht sich selbst als inter*aktivistische*r Queer_feminist*in und legt deshalb großen Wert auf eine Verbindung von aktivistischem und wissenschaftlichem Wissen, weshalb er sich u.a. im Inter*Trans*Wissenschaftsnetzwerk engagiert. 2015 erschien Joris‘ Doktorarbeit mit dem Titel ‚Constructing Intersex‘, und gerade ist ein Sammelband mit aktuellen Beiträgen zu den Trans* und Inter* Studien im deutschsprachigen Raum im Erscheinen, den er zusammen mit anderen herausgibt. Joris ist daneben aktivistisch aktiv und engagiert sich insbesondere in solidarischen Zusammenhängen von inter*, trans* und nichtbinären Menschen, gibt Workshops zu inter*solidarischen Praxen in queer_feministischen aktivistischen Zusammenhängen. Außerdem wird Joris nicht müde darüber zu informieren, dass es neben der Dritten Option (‚Divers‘) längst die Vierte Option gibt, nämlich den gestrichenen Geschlechtseintrag, und setzt sich für dessen gesellschaftliche Anerkennung ein. Außerdem stellen wir euch das Kinderbuch „P.S.: Es gibt Lieblingseis“ von Luzie Loda vor: Luzie ist Medienwissenschaftlerin und Kulturvermittlerin und hat sich im Schwerpunkt ihres Studiums mit der Vermittlung von Intergeschlechtlichkeit in Kinderbüchern auseinandergesetzt. Luzie ist selbst endogeschlechtlich, also nicht inter, und arbeitet aus einer Verbündeten-Perspektive heraus.           Luzies Buch wird aber von Inter-Selbstorganisationen als Buch zum Thema Intergeschlechtlichkeit empfohlen, z.B. von Intergeschlechtliche Menschen e.V.

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