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Für diese Episode haben wir uns mit einer “altbekannten” Person getroffen: Kai* Brust. Kai* ist Trans*historiker*in mit Forschungsschwerpunkt auf der Geschichte der Zuschreibung von Gender-Nonkonformität im Nationalsozialismus. Und Kai* war schon bei unserer allerersten Podcast-Episode mit an Board. Diesmal haben wir uns getroffen, weil Kai* in einem Archiv zahlreiche Briefe gefunden hat, Briefe von Personen die sich als Transvestit*innen bezeichnet haben und an eine Schneiderin schrieben, welche spezialisierte Kleidungsstücke für Transvestit*innen hergestellt hat. Wir haben über die Briefe und ihren Inhalt gesprochen, aber auch über die Archiv-Arbeit. Und da Kai* auch dafür gesorgt hat, dass diese Briefe als Hörfassungen zugänglich sind, haben wir auch in die Briefe selbst reingehört.

Die Sprecher*innen der Briefe sind: Alma, Tija, Kuku und Benji (in der Reihenfolge des Auftretens).

Alle Briefe und das Projekt Cultures of Remembrance findet ihr hier: https://cultures-of-remembrance.com/de/briefe-nach-berlin/

 

Geschichte wird gemacht – die Frage ist nur wie, von wem und mit welchem Medium. Jana, Laura und Marie vom Kollektiv “Feminismus in Szene” haben sich entschieden, Geschichte(n) durch ein Theaterstück zu erzählen. In “4EverQueer” setzen sie sich ganz persönlich mit den Geschichten von u.a. Anastasius Rosenstengel, Catharina Mühlhahn, Lili Elbe und Hilde Radusch auseinander – aber auch mit den romantisch-erotischen Briefen zweier Nonnen aus dem 13. Jahrhundert. Es sind alles Erzählungen, die von queerer, trans, inter, und nicht-binärer Kontinuität zeugen: Davon, dass es schon immer Leben außerhalb von Cis-Endo-Heteronormativität gab. Wir haben uns das Stück angeschaut, darüber gesprochen wie der Prozess und die Auseinandersetzung mit den Figuren war, was diese Erzählung beim Publikum bewirkt und wie ein solches Stück eben auch wieder Geschichte schreibt. Und extra für den Podcast haben die drei noch eine Szene mit uns im Studio aufgenommen ...

Mehr über das Kollektiv und ihre Arbeit erfahrt ihr hier: https://feminismusinszene.wixsite.com/fisz Wenn ihr die nächsten Auftrittstermine nicht verpassen wollt, abonniert sie gern auf Instagram unter @feminismusinszene

Wie in der letzten Episode versprochen, bewegen wir uns dieses Mal in den Bereich des Hörbuchs: Wir haben für euch einen längeren Ausschnitt aus Judith Hodosis Buch „Grenzgänge“ eingelesen. Das Buch mit dem schönen Untertitel „Sozialismus, aus der Froschperspektive betrachtet auch: Aus dem Leben eines real existierenden Taugenichts“ ist im Judetition Hamburg Verlag erschienen und heute nur noch antiquarisch zu erhalten. Im Buch gibt die Autorin Einblicke in das Leben als trans Person, Rockmusikerin und politisch Verfolgte in der DDR der späten 60er und frühen 70er Jahre. Und das überaus scharfzüngig.

Wir sind wieder da! Mit einer brandneuen Staffel und brandneuen Themen. Diesmal geht es um das Leben als trans Person in der DDR. Dazu haben wir zum Einen mit Silvia Rentzsch gesprochen. Sie ist Vorsitzende und Geschäftsführerin von Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland e.V., aber vor allem ist sie Zeitzeugin. Und sie hat selbst auch in der Vergangenheit mit weiteren Personen gesprochen, die in der DDR transitioniert sind und/oder als trans Personen diese Zeit und diesen Staat erlebt haben. Außerdem haben wir für euch Auszüge aus dem Buch “Grenzgänge. Sozialismus, aus der Froschperspektive betrachtet auch: Aus dem Leben eines real existierenden Taugenichts” eingelesen. In dem Buch das 1995 erschien beschreibt die Autorin Judith Hodosi ihr Leben als trans Person und unbequeme Künstlerin in der DDR. Ihr bekommt also jede Menge verschiedener Einblicke in die Leben von real existierenden trans Personen im so genannten real existierenden Sozialismus. Wie immer mit Einordnung und Quatsch von und mit Kuku und Tija.

Der Teaser für unsere zweite Staffel ist raus. Mehr gibt es ab Juni.

In unserer vierten Folge kommen wir pandemisch aus unseren Heimen. Wir sprechen mit Mensch über Feiern mit und ohne Familien, zu Weihnachten, den Zeichen der Zeit, aber auch allen anderen möglichen religiösen oder kulturellen Feiertagen. Dazu sprechen wir über Zeichen der Zeit, über das Alleine sein wollen, über Winterschlaf und wie wir über die Zeit kommen. In dieser Episode bekommt ihr unseren persönlichen „TheirStory – Their Art“ Outtakes, die zu wertvoll sind um nicht gehört zu werden. Einen Rückblich über das letzte Jahr ganz in der Silvestermanier des öffentlich-Rechtlichen Fernsehens oder einfach besser. Zuletzt verraten wir euch, was wir im nächsten Jahr vorhaben, also bleibt dran und einen wunderbaren Flutsch ins neue Jahr.

Diesmal mit:

Kai* und Alma aus unserer ersten Folge – „Weil wir eine Geschichte haben“

Kai* Brust. Kai* ist selbst nicht-binär, hat Geschichte und PoWi studiert und die Abschlussarbeit zu „taggings transgender history“ geschrieben, studiert jetzt interdisziplinäre Antisemitismusforschung und beschäftigt sich auch in dem Rahmen mit gender-nonconforming Geschichte vor allem mit dem Fokus auf die NS-Zeit. Kai* hat im Transgender Archive an der University of Victoria in Kanada gearbeitet, dem weltweit größten Archiv zu trans. Kai* macht außerdem Trans-Aktivismus und politische Bildungsarbeit. Mehr hier: https://www.gwi-boell.de/de/person/kai-brust

Alma. Alma ist selbst trans, macht Aktivismus und Bildungsarbeit zu trans Geschichte, und bringt eher eine Praxis-Perspektive zu trans Geschichte mit – wir könnten auch sagen „Alma macht trans Geschichte“. Alma hat im Gegensatz zu Kai* nie in einem Archiv zu dem Thema gearbeitet oder Geschichte studiert. Alma kommt akademisch aus der Judaistik wo sie sich mit dem Talmud und Geschlechterkonstruktionen in rabbinischer Literatur beschäftigt – ein Thema für eine eigene Sendung.

Ajayini Sathyan aus unserer zweiten Folge. Ajayini stellt sich in unserer Folge selbst vor. Ajayini ist, Tamil, non-binary, Queer-Intersektional-Feminist*in, Künstler*in, Aktivist*in in Deutschland und studiert in Deutschland „Gender und Diversity“ und macht Workshops und Bildungsarbeit zu BPoC. Mehr hier: https://linktr.ee/ajayinisathyan

Daria beschreibt sich gerne bürgerlich, binäre, trans Frau und liebt Weihnachten mit ihrer Herkunftsfamilie in Polen. Nicht nur dort ist sie aktivistisch tätig, um weiterhin nicht nur ihre queere Familie in den Bergen Polens feiern zu können. Darüber hinaus ist Daria Bildungs- und Beratungsreferent*in bei TIAM in Sachsen-Anhalt, Autor*in und ist aktuell im Dialog zum Thema DeTrans. Mehr hier: https://m.youtube.com/watch?v=e60lIlPXe1M&feature=youtu.be

Sandy Arnold ist Bildungs- und Beratungsreferent*in bei TIAM in Thüringen und setzt sich für Bedarfe und Rechte von TIN Personen in Thüringen ein. In einem früheren Leben war Sandy einmal Pastor und ist das auch noch auch ohne Kirche. Sandy arbeitet in verschiedenen Organisationen für die Aufklärung und Öffnung von Kirchen für ALLE Menschen, die Teil christlicher Gemeinschaft sein möchten. Kontakt hier: https://www.instagram.com/zwischenraum_erfurt/

Von Redaktion, über Organisation, zum Texte schreiben und Texte einsprechen und natürlich auch das Moderieren – an diesem Podcast wirken mit: Daria Majewski, Sandy Arnold, Tija Uhlig und Kuku. Wir freuen uns über Feedback, Liebeserklärungen, Themenvorschläge, Kontakt zu weiteren Künstler*innen und und und: https://www.trans-inter-aktiv.org/zukunft_gestalten/

 

In unserer dritten Folge beschäftigen wir uns mit Intergeschlechtlichkeit. Dazu haben wir ausführlich mit Joris Gregor gesprochen. Joris forscht, lehrt und arbeitet seit 2012 am Institut für Soziologie an der Uni Jena zu Geschlechtertheorien und Queer Theory mit dem Schwerpunkt auf Inter* Studien. Zu Inter* forscht er seit dem Studium in Göttingen. Joris versteht sich selbst als inter*aktivistische*r Queer_feminist*in und legt deshalb großen Wert auf eine Verbindung von aktivistischem und wissenschaftlichem Wissen, weshalb er sich u.a. im Inter*Trans*Wissenschaftsnetzwerk engagiert. 2015 erschien Joris‘ Doktorarbeit mit dem Titel ‚Constructing Intersex‘, und gerade ist ein Sammelband mit aktuellen Beiträgen zu den Trans* und Inter* Studien im deutschsprachigen Raum im Erscheinen, den er zusammen mit anderen herausgibt. Joris ist daneben aktivistisch aktiv und engagiert sich insbesondere in solidarischen Zusammenhängen von inter*, trans* und nichtbinären Menschen, gibt Workshops zu inter*solidarischen Praxen in queer_feministischen aktivistischen Zusammenhängen. Außerdem wird Joris nicht müde darüber zu informieren, dass es neben der Dritten Option (‚Divers‘) längst die Vierte Option gibt, nämlich den gestrichenen Geschlechtseintrag, und setzt sich für dessen gesellschaftliche Anerkennung ein. Außerdem stellen wir euch das Kinderbuch „P.S.: Es gibt Lieblingseis“ von Luzie Loda vor: Luzie ist Medienwissenschaftlerin und Kulturvermittlerin und hat sich im Schwerpunkt ihres Studiums mit der Vermittlung von Intergeschlechtlichkeit in Kinderbüchern auseinandergesetzt. Luzie ist selbst endogeschlechtlich, also nicht inter, und arbeitet aus einer Verbündeten-Perspektive heraus.           Luzies Buch wird aber von Inter-Selbstorganisationen als Buch zum Thema Intergeschlechtlichkeit empfohlen, z.B. von Intergeschlechtliche Menschen e.V.

In unserer zweiten Folge sprechen wir über die Komplexität der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von trans und gender non-conforming Personen. Dabei wollen wir die Dimensionen aufmachen, die sich in verschiedenen Intersektionen zum trans sein bewegen. Wie ist es als trans Person of Color sich in einer weißen Mehrheitsgesellschaft zu bewegen? Ist es möglich selber zu bestimmen (un-)sichtbar zu sein? Welche alltäglichen Erfahrungen erleben trans Personen, die für die Mehrheitsgesellschaft nicht sichtbar/ersichtlich sind?
Über diese und weitere Fragen haben wir mit Ajayini Sathyan gesprochen. Ajayini selbst ist eine nicht-binäre Person of Color. Ajayini ist Aktivist*in und Künstler*in. Ajayini ist in der politischen Bildungsarbeit tätig und legt den Fokus auf Anti-Rassismus, Empowerment und intersektionalen Queerfeminsimus. Unter anderem hält Ajayini Workshops für queere BIPoCs und Critical Whiteness Trainings für weiße Menschen. Mehr hier: https://linktr.ee/ajayinisathyan und auf Instagram @true.diversity.of.color.
Außerdem gibt es drei Audio-Beiträge zu unserer Transgender Day of Visibility Fotoaktion, die auch bereits das Spannungsfeld von (Un)Sichtbarkeit beleuchtet hat. Die Beiträge zu unserer TDoV-Fotoaktion findet ihr auch auf unseren Instagram-Profil.
Mit im Studio ist diesmal Phu, der uns schon bei der ersten Folge unterstützt hat. Phu ist eine trans Person of Color und Tija und Kuku sind weiße trans Personen.

In unserer ersten Episode sprechen wir allgemein über Geschichte jenseits der (cis-, endo-) Zweigeschlechtlichkeit, mit dem Schwerpunkt trans* Geschichte und nicht-binärer Geschichte. Gibt es das überhaupt? Wer macht diese Geschichte, und wie? Was hat das mit Macht zu tun? Was haben nicht-binäre Geschichten mit Geschichte zu tun? Wer bleibt in dieser/diesen Geschichte(n) unsichtbar? Wer will vielleicht auch unsichtbar bleiben – und was bedeutet das für Menschen die in Archiven nach Spuren von trans* suchen? Über diese und weitere Fragen haben wir gesprochen.

 

Diesmal mit:

Kai* Brust. Kai* ist selbst nicht-binär, hat Geschichte und PoWi studiert und die Abschlussarbeit zu „taggings transgender history“ geschrieben, studiert jetzt interdisziplinäre Antisemitismusforschung und beschäftigt sich auch in dem Rahmen mit gender-nonconforming Geschichte vor allem mit dem Fokus auf die NS-Zeit. Kai* hat im Transgender Archive an der University of Victoria in Kanada gearbeitet, dem weltweit größten Archiv zu trans. Kai* macht außerdem Trans-Aktivismus und politische Bildungsarbeit. Mehr hier: https://www.gwi-boell.de/de/person/kai-brust

Alma. Alma ist selbst trans, macht Aktivismus und Bildungsarbeit zu trans Geschichte, und bringt eher eine Praxis-Perspektive zu trans Geschichte mit – wir könnten auch sagen „Alma macht trans Geschichte“. Alma hat im Gegensatz zu Kai* nie in einem Archiv zu dem Thema gearbeitet oder Geschichte studiert. Alma kommt akademisch aus der Judaistik wo sie sich mit dem Talmud und Geschlechterkonstruktionen in rabbinischer Literatur beschäftigt – ein Thema für eine eigene Sendung.

Rae Spoon mit dem Text „Gender ist eine Erzählung“ aus dem Buch „Goodbye Gender“ (im Original: „Gender Failure“) von Rae Spoon und Ivan E. Coyoté, in der deutschen Übersetzung (erschienen bei w_orten & meer, Leseempfehlung!), gesprochen von Phu Nguyen. Rae ist nicht-binär und im „Gender-Ruhestand“, lebt als Künstlx, Performx, Komponistx, Authorx, Musikx, etc. im Territorium der Lewkungen sprechenden Menschen in Victoria, Kanada. Rae erholt sich gerade von einer Krebs-Erkrankung und freut sich über Unterstützung. Beispielsweise indem ihr ein Buch von Rae lest, Raes Musik hört oder auch etwas Geld in Raes Fundraiser gebt. Mehr zu Rae und Raes Texten hier: http://www.raespoon.com/, Raes Musik findet ihr hier: https://raespoon.bandcamp.com/, und den Fundraiser hier: https://fundrazr.com/raespoonsupport.

Iphis. Iphis hat extra nur für unseren Podcast einen Text zum Thema geschrieben und auch gleich selbst aufgenommen. Der Text heißt „Camouflage“ und hat uns sehr bewegt. Iphis lebt zwischen Kneipen kurz vor der Sperrstunde, schlecht bezahlter Gelegenheitsarbeit, zerlesenen Taschenbüchern und Nächten auf der Landstraße. Veröffentlichungen gab es bereits unter verschiedenen Namen - die letzte in Ausgabe 3 von "Politisch schreiben", der Zeitschrift des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Danke, Iphis!

 

Von Redaktion, über Organisation, zum Texte schreiben und Texte einsprechen und natürlich auch das Moderieren – an diesem Podcast wirken mit: Sandy Arnold, Phu Nguyen, Tija Uhlig und Kuku. Wir freuen uns über Feedback, Liebeserklärungen, Themenvorschläge, Kontakt zu weiteren Künstler*innen und und und: https://www.trans-inter-aktiv.org/zukunft_gestalten/

Wir stellen vor - Theirstory - Their Art - ein transinterenbytastischer Podcast mit Kuku und Tija

Los gehts am 17. Mai - also aboniert uns und seid dabei!

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